Entstehungsgeschichte

Unsere Anfänge sind in der Zeit der Reformation zu suchen. Als schweizerischer Zweig des reformatorischen Denkens im 16. Jahrhundert formierte sich eine Gruppe in Zürich, für die folgende Elemente von großer Wichtigkeit waren:

  1. Freiwillige Zugehörigkeit zur Kirche
  2. Taufe von Personen, die bereits an Gott glauben
  3. Die Wichtigkeit der Nachfolge.
  4. In Christus verbinden sich Erlösung und Ethik
  5. Friede und Versöhnung – der Weg der Liebe – sind Zentrum der christlichen Botschaft

Alte Bibeln

Der Name „Mennoniten“ geht zurück auf den führenden Vertreter der Täuferbewegung und Namensgeber Menno Simons, der in Norddeutschland die schwer verfolgten Christen zum Glauben und zur Friedfertigkeit anleitete. Zuerst wurden diese Menschen als „Mennos“ beschimpft, später als friedliche Christen gekennzeichnet und geduldet.

Aufgrund der strikten Befolgung der Glaubensüberzeugungen gehörten sie zu den verfolgten Christen. Da sie gleichzeitig als sehr fleißige Menschen bekannt waren, erhielten sie eine Einladung von der preußischen Regierung, ins jetzige Danzig in Polen umzusiedeln. Hier durften sie ihren Glauben frei ausleben. So auch ab 1789 in der Ukraine, wo sie mit Genehmigung von Königin Katharina II. sich niederließen und deutsche Dörfer gründeten.

In der Ukraine entstand in der Zeit einer Erweckung im Jahr 1860 die Mennoniten-Brüdergemeinde, die alle Privilegien beibehalten wollte, jedoch mehr „Leben“ in den Gemeinden wünschte. Eins der größten Unterscheidungsmerkmale war die Taufe mit Untertauchen des ganzen Körpers des Täuflings.

Weltweit gibt es Tausende von Christen, die im Sinne des reformatorischen Gedankenguts der Züricher Brüder leben. Die Grundlage des Gemeindelebens ist Jesus Christus, denn: „Einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus!“ 1.Kor. 3, 11



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